Planung

Wo wir stehen
Als Projektgruppe haben wir uns in dem Verein  Wohnprojekt Münzviertel e.V. organisiert. An dem Projekt interessierte Menschen können an unseren wöchentlichen Treffen teilnehmen. Sobald ernsthaftes Interesse vorliegt sich dem Projekt anzuschließen und dieses aktiv mit zu gestalten wird der Beintritt zum Verein notwendig. Momentan sind 14 Personen im Alter von 0 bis 46 Jahren dabei ein gemeinschaftliches Wohnen im Münzviertel aktiv voranzutreiben.

Im Kontext der Gentrifizierungsprozesse, denen viele Stadtteile in Hamburg unterworfen sind, versuchen wir dauerhaft den sozialen Charakter des Projektes beizubehalten. Aus diesem Grund haben wir uns gegen privates Wohneigentum und für den Beitritt zu einer (Klein-)Genossenschaft entschieden. Auf diesem Wege entziehen wir das Gebäude dem Immobilienmarkt und schaffen nachhaltig bezahlbaren Wohnraum. Daneben bietet die Kleingenossenschaft die Möglichkeit sich in diese einzubringen, diese aktiv mitzugestalten und damit am Fortbestand und der Weiterentwicklung eines wichtigen Grundgerüsts sozialen, kollektiven und alternativen Wohnens mitzuarbeiten. Dementsprechend ist bewusst, dass diese Rechtsform auf der Haus- als auch auf der Genossenschaftsebene einen hohen Anteil an Selbstverwaltung mit sich bringt. Dies deckt sich mit unserem Selbstverständnis und unseren Vorstellungen von autonomen und selbstverwaltetem Wohnen und Zusammenleben.

Neben dauerhaft günstigen Mieten, gemäß dem sozialen, geförderten Wohnungsbau, streben wir eine hohe Autonomie bei hausinternen Belangen an. Neben den üblichen finanziellen Sicherheiten können wir auch in sozialer Hinsicht auf ein solidarisches und hamburgweites Netzwerk ähnlich gelagerter Projekte zurückgreifen. 
Wir haben mit einer für diese Zwecke geeigneten Genossenschaft bereits engen Kontakt. Die Kleingenossenschaft besteht im Moment aus drei bewohnten und einem im Bau befindlichen Haus. Dort besteht die grundsätzliche Bereitschaft unsere Projektgruppe in die Genossenschaft aufzunehmen.

Wir wollen das Haus im öffentlich geförderten Wohnungsbau errichten. Hierfür dürfen bestimmte Einkommensgrenzen gemäß § 8 HmbWoFG nicht überschritten werden. 
Die Finanzierung der öffentlichen Räume erfolgt, neben der Förderung durch die IFB (Investitions- & Förderbank) durch zusätzliche Genossenschaftsanteile sowie Direktkredite von den Bewohner*Innen und von Unterstützer*Innen, viele davon aus dem Münzviertel. Hierfür liegen bereits etliche Zusagen vor. Die laufenden Kosten werden durch die regulären Mieteinnahmen sowie durch zusätzliche Zahlungen der Bewohnenden querfinanziert. Wir können uns z.B. vorstellen, diese Zahlungen nach Einkommen gestaffelt zu leisten, um unserem Verständnis von solidarischem und gemeinschaftlichem Leben Rechnung zu tragen.

Ökologisches Bewusstsein ist Teil unseres Selbstverständnisses. Wir streben hinsichtlich der Energieeffizienz den KfW-Standard 40 oder 55 an. Einschränkend hierbei gilt jedoch, dass unser Fokus darauf liegt, allen Menschen, unabhängig ihrer finanziellen Möglichkeiten, ein Wohnen innerhalb der Gemeinschaft zu ermöglichen. Während der Planungs- und Bauphase gilt daher: Ökonomische Verträglichkeit geht vor ökologischer Nachhaltigkeit. Hierbei gehen wir von einzelfallbezogenen Vor- und Nachteilsabwägungen aus. Eintrittsbarrieren sollen für alle Interessierten möglichst gering gehalten werden.

Mit der Agentur für Baugemeinschaften fanden bereits Treffen statt. Die Agentur wurde von der Stadt Hamburg ins Leben gerufen, um insbesondere Baugemeinschaften dabei zu unterstützen, selbstgenutzten Wohnraum zu schaffen. Sie berät die Baugruppen bei organisatorischen Fragen und planerischen Anforderungen. Über die Agentur für Baugemeinschaften entstand der Kontakt zur IFB. Diese ist u.a. dafür zuständig Kredite für gefördertes Wohnen bereitzustellen. Nach den ersten Gesprächen bei der Agentur wurde uns bestätigt, dass unser Konzept den allgemeinen Ansprüchen der Förderrichtlinien für Baugemeinschaften mit genossenschaftlichem Eigentum genügt. In diesen Richtlinien sind die Bedingungen für den geförderten Wohnungsbau dargestellt.

Des Weiteren hat uns die Stattbau Hamburg GmbH ihre Unterstützung zugesagt. Stattbau fungiert als unabhängige Baubetreuerin. Sie berät Gruppen die Wohnhäuser gemeinschaftlich errichten wollen u.a. in wirtschaftlicher Hinsicht. Des Weiteren fördert und moderiert sie Beteiligungsprozesse in der Planung und Umsetzung von Wohnprojekten. Die Einbindung einer Beratung ist zwingende Voraussetzung für eine Aufnahme in das Wohnraumförderungsprogramm der Agentur für Baugemeinschaften.

 

Wir versuchen momentan unser Projekt im Münzviertel zu verwirklichen.

Weiß was er will: KleinKalle  Weiß gar nix mehr: GroßKiefo

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